Was muss eigentlich wie oft geputzt werden?

Was muss wie oft geputzt werden? - Putzplan

Gibt es eigentlich so etwas wie eine goldene Regel, wie oft du was im Haushalt reinigen solltest?

Ein klares Jain! Generell hängt das nämlich von verschiedenen Faktoren ab:

  • Wie schnell wird dein Zuhause dreckig? Haustiere und die Anzahl der Hausbewohner oder Gäste haben darauf einen großen Einfluss und auch das Wetter: im Frühjahr etwa lagern sich oft viele Pollen ab und überziehen alles mit einer gelben Schicht.
  • Wie wichtig ist dir, dass beispielsweise deine Fensterscheiben wirklich sauber sind – oder reicht es dir völlig, wenn du die Welt vorm Fenster noch so ungefähr erkennen kannst? 😀
  • Hast du oder jemand aus deiner Familie vielleicht eine Hausstauballergie?
  • Wie viel Zeit hast du für den Haushalt? Wenn du unter der Woche jeden Tag 12 Stunden lang aus dem Haus bist, wirst du danach nicht mehr viel Energie fürs Putzen haben und musst nolens volens ein paar Abstriche machen.

Das alles beeinflusst also, wie häufig du welche Bereiche putzen musst bzw. solltest.

Ein paar Grundregeln für deinen Putzplan gibt es aber schon. Andernfalls wird dein Zuhause nicht nur dreckig und ungepflegt aussehen (und dann deutlich mehr Arbeit beim Sauberschrubben erfordern), sondern es vermehren sich auch ungebetene Mitbewohner wie Schimmel und Ungeziefer.

Eine gewisse Hygiene ist also ein Muss, alles darüber hinaus an Ordnung hängt von deinen Ansprüchen ab. 🙂

Tägliche Aufgaben im Haushalt

Ganz ausführlich bin ich schon mal im Artikel Und täglich schrubbt das Murmeltier: tägliche Aufgaben im Haushalt auf die Dinge eingegangen, die du jeden Tag erledigen solltest.

Hier nochmal auf einen Blick:

Der Abwasch

Essensreste auf dem Teller oder in der Pfanne haben die unangenehme Eigenschaft, schon recht bald ein unappetitliches Eigenleben zu entwickeln. 🤢 Lass benutztes Geschirr daher nicht herumstehen, sondern mach einmal am Tag den Abwasch bzw. räum die Spülmaschine ein.

Das geht ruckzuck, wenn du dir angewöhnst, Teller & Tassen nach dem Benutzen gleich in die Küche zu bringen und nicht irgendwo in der Wohnung stehenzulassen. Brotdosen möchten ebenso schnell aus dem Schulranzen befreit werden wie Kaffeebecher aus dem Auto. 🙂

Tipp: Gib gleich nach dem Kochen etwas Wasser in Töpfe und Pfannen, damit das Zeug darin nicht anpappt. Dadurch geht der Abwasch deutlich schneller.

Arbeitsplatten

Wisch die Arbeitsplatten in der Küche einmal am Tag sauber.

Ich mache das immer abends und nutze dafür meinen selbstgemachten Allzweckreiniger: in eine Sprühflasche gebe ich Wasser, einen Schuss Universalreiniger und ein paar Tropfen Citronella-Öl.
Arbeitsflächen aufräumen, einsprühen, abwischen, fertig! ✨

Waschbecken & Dusche

Das Waschbecken im Badezimmer dankt es dir sehr, wenn du es einmal am Tag kurz abwischst. Das verhindert verkrustete Zahnpastaflecken, Kalkflecken & Co. Wenn du nach der FlyLady-Methode putzt, ist das bereits Bestandteil deiner Morgenroutine. Und hey, glänzende Armaturen sind einfach toll, oder? 🙂

Ich habe dafür einen eigenen Lappen neben dem Waschbecken zu hängen, mit dem ich morgens, wenn ich mich im Bad fertig gemacht habe, einmal über die Armaturen und das Becken selber drüberwische. Mit einem Handtuch wische ich das Waschbecken dann noch schnell trocken.

Sofern du so wie wir eine Dusche mit Glaswänden hast, zieh sie immer direkt nach dem Duschen ab. Damit ersparst du dir das mühselige Abschrubben von Kalk- und Seifenflecken.

Akute Kleckerunfälle

Wie beim Kochen gilt generell im ganzen Haus: wenn du mit etwas gekleckert hast, wisch es direkt weg und lass es gar nicht erst eintrocknen. Das gilt auch für Soßenflecken auf dem Sofa.

Wenn nötig: fegen

Mit Hund & Katze und dem, was so von der Arbeitsplatte oder dem Esstisch fällt, lohnt es sich bei uns definitiv, jeden Tag die „Hauptverkehrswege“ einmal kurz durchzufegen. Sprich, Küche, Wohn-/Esszimmer und Flur. Das dauert nicht lange, ist mir aber viel lieber, als auf Brotkrümel und sonstiges Gebrösel zu treten. Das hasse ich nämlich. 😀

Wöchentlich reinigen

Einmal in der Woche solltest du dich um folgende Bereiche und Tätigkeiten kümmern. Dazu kannst du dir pro Aufgabe einen festen Wochentag überlegen – das macht es leichter daran zu denken und du musst nicht dauernd überlegen, wann was wieder dran ist und ob das jetzt wohl wirklich nötig ist oder nicht. #schweinehundausgetrickst

Staubwischen

… zumindest grob in den Bereichen, wo sich viel Staub ansammelt oder einfach unschön auffällt. Wir haben beispielsweise Anrichten aus dunklem Holz im Wohnzimmer zu stehen – wunderschön, aber da sieht man halt jedes Staubkörnchen drauf. 🧐

Mit einem Swiffer geht das Staubwischen superflott, auch Stehrumchen staubst du dabei im Handumdrehen ab.

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In Bücherregalen reicht es locker, wenn du den Regalboden vor den Buchrücken abwischst. Die gründliche Reinigung, bei er du das ganze Regal leer räumst und auch die Bücher selber entstaubst, darf ruhig seltener ausfallen.
In der FlyLady-Methode ist das dann übrigens Bestandteil der Zonenreinigung.

Böden saugen & wischen

Einmal mit dem Staubsauger durch die ganze Wohnung flitzen und hinterher feucht durchwischen: das sorgt für eine gewisse Grundsauberkeit. ✨

Wenig benutzte Räume musst du dabei nicht wer weiß wie gründlich bis in die allerhinterste Ecke reinigen. Darum kannst du dich bei der Zonenreinigung kümmern, wenn dieser Raum im Fokus steht. Die Laufwege, Küche, Bad und Co. sind viel wichtiger!

Polstermöbel

Wenn du eh schon mit dem Staubsauger zugange bist, saug auch gleich Sessel und Sofas mit ab – vor allem, wenn du haarende Haustiere hast. Die meisten Staubsauger bringen dafür einen speziellen Aufsatz mit.

Das Herausheben der einzelnen Sitzpolster lohnt sich übrigens auch – du glaubst gar nicht, wie viele Brösel sich da in den Ritzen ansammeln. 🫣

Toilette

Einmal in der Woche ist das Klo 🚽 an der Reihe: von innen und außen, und natürlich inklusive Spültaste und Klobürste.

Spiegel, Monitore & Glastüren

Mit einem weichen Mikrofasertuch und etwas Wasser rückst du Spritzern, Fliegenschiss und Fingerabdrücken auf Spiegeln & Co. zu Leibe.

Ehrlich gesagt, reinige ich da auch nicht alle Oberflächen jede Woche – ich schaue aber jede Woche, ob sich das Drüberwischen lohnen würde. 😉

Fronten in der Küche, Spülmaschine & Mikrowelle

Die Fronten der Küchenschränke sowie die Mikrowelle wische ich einmal in der Woche ab. Natürlich gilt auch hier – wenn etwas gekleckert hat, wird das Malheur sofort beseitigt. Aber gerade an unseren weißen Küchenfronten tauchen Flecken echt gern unbemerkt und scheinbar aus dem Nichts auf. 😳
(Ach so – wenn du jetzt denkst, dass wir mit weißen Fronten selber Schuld sind und andere Farben weniger Arbeit machen: vergiss es. In der vorherigen Küche hatten wir auberginefarbene Fronten in Hochglanzoptik und das war viel, viel schlimmer als das matte Weiß jetzt!)

Bei der Spülmaschine lohnt es sich sehr, einmal wöchentlich an den Seiten und Dichtungen entlangzuwischen. Da sammelt sich sonst schnell ein echt ekliges Geschmier.

Monatlich putzen

Etwas seltener sind folgende Bereiche an der Reihe:

Kühlschrank

In einer perfekten Welt würde ich das jede Woche oder zumindest alle zwei Wochen machen. De facto komme ich meistens aber nur einmal im Monat dazu und das ist auch okay:

Räum etagenweise alles aus dem Kühlschrank aus, säubere die Einlegeböden, Schubladen und Wände mit Essigreiniger und räum die Lebensmittel dann ordentlich wieder ein. Bei der Gelegenheit kannst du auch gleich checken, ob sich die Marmelade & ihre Konsorten in den hinteren Reihen des Kühlschranks nicht vielleicht schon ein Pelzmäntelchen angezogen haben.

Mikrowelle & Backofen

Oft benutzt und beim Putzen gern vergessen: die Mikrowelle und der Backofen möchten auch (mindestens) einmal im Monat von innen gereinigt werden.

Tipp: Den drehbaren Glasteller aus der Mikrowelle kannst du in die Spülmaschine stecken.
Bei vielen Backöfen lässt sich die Tür aushängen, sodass du einfacher an alles drankommst. Backofenreiniger bewirkt übrigens wahre Wunder.

Türklinken & Lichtschalter

… möchten regelmäßig mit etwas Allzweckreiniger feucht abgewischt werden.
Da grabbelt man ja doch wirklich oft dran herum und gerade, wenn jemand im Haus erkältet ist, Kinder mit klebrigen Schokoladenfingern unterwegs sind oder – ich bekenne mich schuldig 😀 – Hobbygärtner, die beim Wühlen in der Erde „nur mal eben schnell“ irgendwas von drinnen holen… hehe.

Spülmaschine

Einmal pro Monat nimmst du das Sieb heraus, in dem sich Essensreste sammeln.

Den Rest lässt du deine Spülmaschine schön selber machen, indem du sie im Selbstreinigungsprogramm ohne Geschirr laufen lässt. Wenn du kein solches Programm hast, nimm einfach ein normales Programm mit mindestens 70° Celsius, um alle Keime abzutöten.

Dafür brauchst du keinen speziellen Reiniger, sondern kannst auf ein Hausmittel zurückgreifen: auf den Boden der Spülmaschine gibst du zwei Esslöffel Natron und in das Pulverfach füllst du statt Pulver bzw. Tab einfach 20ml Essigessenz.

Waschmaschine

Nicht nur die Spülmaschine, sondern auch die Waschmaschine profitiert von einem Reinigungsprogramm. Gerade wenn du so wie ich normalerweise mit niedrigen Temperaturen wäschst, um Energie zu sparen, ist das von Zeit zu Zeit nötig.

Entkalken

Je nachdem, wie kalkhaltig das Wasser bei dir ist, solltest du einmal im Monat Wasserkocher & Co. entkalken.

Etwa alle 3 Monate bzw. nach Bedarf

Alle anderen Dinge in deinem Haushalt – von den Fenstern über die Oberseite der Schränke bis hin zu den Teppichleisten – kannst du ruhig seltener bzw. bei Bedarf putzen, solange du dich damit wohlfühlst.

Viele dieser Bereiche frühstücke ich im Rahmen der Zonenreinigung ab, bei der ich mich regelmäßig unterschiedlichen Räumen detaillierter widme. Anderes fällt dir halt einfach auch selber mal auf – beispielsweise Krümel in der Besteckschublade oder wenn der Mülleimer voll ist.

Putzen ist keine exakte Wissenschaft und die Hauptsache ist, dass du dein Zuhause genießen kannst. 🙂

Anne Schwarz | Bloggerin auf Haushaltskram

Anne Schwarz

Hey, ich bin Anne - Multipassionate, waschechtes Dorfkind, Pferdemädchen, Bloggerin aus Leidenschaft und ich liebe es, Dinge in Ordnung zu bringen.

Hier auf Haushaltskram teile ich mit dir meine Haushaltstipps und Erfahrungen, damit du dich in einem sauberen und gemütlichen Zuhause entspannen kannst - ohne Aufräumfrust und Putzstress!

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3 Kommentare

  1. Ich muss zugeben, Staub wischen gehört NICHT zu meinen Lieblingsaufgaben. Ich versuche es alle zwei Wochen, doch am Ende wird eher monatlich daraus. Ich könnte auch Spotcleaning machen, aber ich tendiere eher dazu, alles auf einmal zu reinigen. Wenn ich schonmal im Flow bin.

    Und die übrige Zeit schaue ich einfach entspannt über den Staub hinweg. Das Leben besteht schließlich nicht nur aus Putzen 😉

    • Hallo Miriam,

      solange das für dich passt, ist doch alles gut. 🙂
      Das ist eh die Hauptsache, finde ich… dass man sich selber wohl fühlt. Bei uns im Wohnkeller, wo wir bspw. den Puzzletisch zu stehen haben, putze ich auch nicht so oft. Da wird es zwar generell auch weniger schnell staubig, aber da reicht mir das Staubwischen alle paar Wochen. In den „Haupträumen“ bin ich da empfindlicher, aber wir haben halt auch viele dunkle Möbel, wo man ein Staubschicht direkt sieht. 😀

      Liebe Grüße
      Anne

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