Dein ultimativer Notfallplan bei Küchenchaos: in 9 Schritten zur sauberen Küche

Küchenchaos - Notfallplan - in 9 Schritten zur sauberen Küche

Es ist der Morgen nach einer richtig guten Party bei dir zu Hause. Oder Tag 9 in einer stressigen Klausurphase, an dem dir plötzlich das Geschirr ausgeht. Oder der ganz normale Wahnsinn des Alltags. Wie auch immer: deine Küche versinkt im Chaos und du willst endlich Abhilfe schaffen.

Aber wo sollst du anfangen?! Auf sämtlichen Abstellflächen türmt sich das Geschirr auf, das Spülbecken ist randvoll, der Mülleimer läuft über, auf dem Boden trittst du dauernd in Brösel und Flecken, im Kühlschrank entsteht neues Leben und irgendwo dazwischen sichtest du noch wichtige Dokumente. Uff!
Been there, done that. Da kann man sich schon mal erschlagen fühlen…

Nur Mut! Mit diesem Schlachtplan verwandelst du deine Küche ruckzuck wieder in einen Ort, an dem du dich wohlfühlst! 🙃

Was du brauchst

  • einen sauberen Spülschwamm
  • einen sauberen Lappen
  • Spülmittel
  • Allzweck- oder Neutralreiniger
  • mehrere saubere, trockene Geschirrtücher
  • Mikrofaser-Fenstertuch oder Glasreiniger
  • Putzeimer
  • Staubsauger oder Besen
  • Wischmopp

Schritt 1: Spülmaschine bestücken & anstellen

Wenn du den Luxus einer Spülmaschine besitzt, räum alles in Frage kommende Geschirr hinein und lass sie laufen.

Sobald sie nachher fertig ist, räumst du sie gleich aus und verräumst alles in die Schränke. Aber wir warten jetzt nicht auf die Spülmaschine!

Schritt 2: Spülbecken an den Start bringen

Räum dein Spülbecken inklusive Abtropfbereich leer. Das wird jetzt unsere Kommandozentrale! Staple das dreckige Geschirr zur Not erstmal auf dem Boden in der Ecke.

Wenn du an deinem Spülbecken keinen Abtropfbereich hast, räum eine ausreichend große Abstellfläche frei – etwa eine Arbeitsplatte oder deinen Küchentisch. Auch hier gilt wieder, stell den Krempel zur Not auf den Boden. Wisch den Bereich mit einem feuchten Lappen sauber, breite ein sauberes Handtuch aus und staple das abgespülte Geschirr dort.

Schritt 3: in Etappen spülen, abtrocknen & gleich wegräumen

Lass heißes Wasser ein, gib einen Schuss Spülmittel dazu und starte deine Abwaschparty! Stell dir dazu einen Podcast, ein Hörbuch an oder fetzige Musik an – alles, was dich motiviert.

Als erstes spülst du die Gläser und Tassen. Wenn noch ein Getränkerest drin sein sollte, kipp das alles in einer großen Schüssel oder einem Topf zusammen. Darum kümmern wir uns später.

Wenn du mit allen Trinkgefäßen fertig bist, trockne sie ab und räum sie direkt in den Schrank. Damit sind die direkt aus dem Weg!

Wechsle gegebenenfalls das Spülwasser.

Als nächstes ist das Besteck an der Reihe: alles, was du an Messern, Gabeln, Vorlegbesteck & Co. findest. Meistens liegt das Besteck ja auf den dreckigen Tellern und so arbeiten wir uns quasi Schicht für Schicht vorwärts. 🙂

Nach getaner Arbeit trocknest du auch dein Besteck direkt ab und verräumst es. Kümmer dich jetzt nicht um die Krümel in der Besteckschublade – lass dich nicht ablenken!

Spätestens jetzt ist es Zeit für neues Spülwasser. Bevor du das neue Wasser einlässt, wirf einen Blick in die Schüsseln und Töpfe. Kipp Flüssigkeiten und Speisereste aus. Wenn du hartnäckig angetrocknete Speisereste entdeckst, weich sie mit heißem Wasser und etwas Spülmittel ein und stell sie auf Seite.

Anschließend widmest du dich den Tellern und Schüsseln. Gleiches Prinzip – abspülen und wegräumen!

Gönn dir zwischendurch ein neues, trockenes Geschirrtuch.

Zu guter Letzt sind die Töpfe, Pfannen und Auflaufformen dran: leere die eingeweichten Gefäße aus und schrubb dann alles sauber. Auch die räumst du anschließend gleich ordentlich in den Schrank.

Und jetzt sei megastolz auf dich – du hast deinen gesamten Abwasch weggeschafft! 🙂

Schritt 4: alle horizontalen Flächen aufräumen und säubern

Weiter geht es mit den Arbeitsplatten, Fensterbänken, Tischen und offenen Regalen. Die Schränke von oben kannst du heute getrost überspringen.

Fang mit einer überschaubaren Fläche an und arbeite dich Schritt für Schritt vor. Es ist viel motivierender, wenn du einen kleinen Bereich komplett fertig geputzt hast, ehe du mit dem nächsten beginnst. Auf diese Weise siehst du einfach viel schneller Fortschritte. Yay!

Zuerst räumst du alles auf Seite, bis die Fläche wirklich leer ist. Auch die Mikrowelle oder deine Sammlung von Kochbüchern stellst du weg.

Was in den Müll kann, wirfst du direkt weg.

Reinige die Fläche mit einem feuchten Lappen und etwas Allzweckreiniger (zur Not tut es auch ein Tropfen Spüli) und befreie sie von Staub, Bröseln und Flecken.

Bei diesem Schritt spüle ich den Lappen immer unter fließendem Wasser aus, weil sonst so viel ekliges Zeug im Putzeimer herumdümpelt.

Wenn alles getrocknet ist, räumst du die Sachen wieder hin, die dort wirklich hingehören. Wisch sie vorher ebenfalls sauber.

Das übriggebliebene Zeug, was eigentlich gar nicht in die Küche gehört, räumst du in ein anderes Zimmer. Darum kümmerst du dich später. Jetzt ist die Küche wichtig!

Schritt 5: vertikale Flächen reinigen

Jetzt sind die Schrankfronten, der Fliesenspiegel an der Wand, Türen und Fenster an der Reihe!

Füll das Spülbecken oder einen Eimer mit heißem Wasser und etwas Allzweckreiniger oder Spüli.

Beginne mit den Türen und Seiten der Schränke und arbeite dabei ausgehend von einer Zimmerecke im Uhrzeigersinn weiter. Erst die Hängeschränke, dann die unteren Bereiche.

Der Fliesenspiegel und die Türen sind selbsterklärend, oder? Vergiss nicht den Türrahmen und die Türklinken.

Bei den Fenstern reinigst du zuerst den Rahmen, dann das Glas. Für letzteres nimmst du entweder ein Mikrofaser-Fenstertuch (da reicht dann klares Wasser) oder du sprühst Glasreiniger auf und wischst die Fläche mit einem sauberen, trockenen Geschirrtuch ab.

Schritt 6: was sonst noch so dreckig ist…

Versprochen, das ist ein Minischritt! Schnapp dir deinen Lappen und wisch über die Lichtschalter, Steckdosen und Lampenschirme, wenn du so etwas in der Küche hast.

Schritt 7: das Innenleben des Kühlschranks erforschen

Inspiziere deinen Kühlschrank: was ist noch okay und was hat’s definitiv hinter sich? Ein seit drei Tagen abgelaufener Joghurt ist bestimmt noch gut, aber die Spaghettireste von vorletzter Woche dürfen gerne ausziehen. Rieche und probiere, wo du dir nicht sicher bist. Wirf alles weg, was hinüber ist.

Mach dir jetzt keinen Kopf, wie du deinen Kühlschrank besser organisierst oder umräumen könntest. Das ist jetzt nicht wichtig. Jetzt gerade geht es darum, in deiner Küche überhaupt erstmal Klarschiff zu machen. Verlier dich nicht in Details!

Schritt 8: den Müll rausbringen

Schaff den Müll aus deinem Zuhause. Auch Glasmüll und Pfandflaschen.

Wirf Mülltüten gleich in die Mülltonne draußen. Glasmüll und Pfandflaschen kommen direkt ins Auto (oder zum Fahrrad, je nachdem wie du sie wegbringst).

Bevor du neue Mülltüten einsetzt, reinige deine Mülleimer. Das ist mitunter eklig, ja. Aber ignorieren löst das Problem nicht. Also Augen (und Nase 😀 ) zu und durch! Danach ist der Lappen reif für die Waschmaschine.

Schritt 9: den Boden saugen & wischen

Zu guter Letzt ist natürlich noch der Fußboden an der Reihe. Adieu, Wollmäuse & Brösel!

Stell alles weg, was sonst im Weg ist: Stühle, Mülleimer, Tabletts, Vorräte, was auch immer.

Zuerst saugst (oder fegst) du gründlich – auch in den Ecken hinter der Tür. Dann feudelst du durch. Arbeite dich von der hinteren Ecke nach vorne zur Tür vor, sodass du keine Fußtapsen auf dem Boden hinterlässt und nicht auf dem nassen Boden ausrutschst.

Und jetzt: yaaaaaay! Du hast es geschafft! Deine Küche ist wieder benutzbar und es macht Spaß, sich hier aufzuhalten. Sei stolz auf dich! 🥳


Und was kannst du tun, damit sich gar nicht erst wieder so viel Chaos in der Küche ansammelt? Das zeige ich dir hier auf Haushaltskram!